Lehrerbilder – Forschungsprojekt

Unten finden Sie eine „Projektbeschreibung“ meines ursprünglichen Vorhabens, ergänzt durch einen link auf Vortragsfolien. Diese Texte stammen aus dem Jahre 2007. Im Jahre 2008 habe ich den Versuch unternommen, das ursprüngliche Projekt gleichsam neu zu begründen und (leicht?) zu modifizieren. Sie finden hier die Folien zu einem Kurzvortrag im damaligen Forschungskolloquium von Prof. Dr. Hans Brügelmann und Prof. Dr. Hans-Werner Heymann DokKoll_Präs_2008_V06 . Die dort angekündigte Weiterarbeit des Projekts ist bislang so noch nicht realisiert worden – aber: was nicht ist, kann noch werden.

Ob Sie zunächst die alte Version (siehe unten) oder die erneuerte (siehe oben) lesen wollen, überlasse ich Ihrer Neigung.

Paul G. van de Kolk

Konstruktion und Entwicklung von subjektiven Theorien über Unterricht bei jungen Lehrerinnen und Lehrern – Wie sind Unterrichtsbilder entstanden und wie haben sie sich entwickelt, durch welche Bedingungen und Faktoren ist ihre Modifizierung und/ oder Stabilisierung beeinflusst worden? (Langzeit-Fallstudien)

Kurzbeschreibung:

Die ersten ausformulierten Ideen eines solchen Forschungsvorhabens habe ich in der zweite Hälfte der 1990 iger Jahre in ein seminarinternes Evaluationsprojekt des Studienseminars für das Lehramt für die Sekundarstufe II in Siegen (jetzt: Seminar für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Siegen) eingebracht; das damalige zentrale Interesse galt den Fragen: wie wirkt sich die Ausbildung am Studienseminar konkret auf den Professionalisierungs-prozess der Adressaten (der Referendarinnen und Referendare) aus, welche positiven Effekte zeitigt diese Ausbildung, welche Bereiche sind zu optimieren?

Seit dem Jahre 2000, dann verstärkt, systematisch und gezielter seit 2002 habe ich die zugrunde liegenden Ideen neu profiliert: geblieben ist der Fokus auf die werdenden bzw. jungen Lehrerinnen und Lehrer und ihren Weg zu ihrem je eigenen „professionellen Selbst“, eingeengt und konzentriert habe ich die Fragestellung (im Fokus jetzt: die subjektiven Theorien über Unterricht), ebenfalls eingeengt das Sample der Untersuchten (weg von einem quantitativen, in die Breite gehenden, hin zu einem qualititativen, auf eine Gruppe von maximal acht „Fällen“ zielenden Ansatz), erweitert den Beobachtungs- und Untersuchungszeitraum (im Blickpunkt jetzt: der Vorbereitungsdienst und die sogenannte Berufseingangsphase, in Einzelfällen sind Phasen im Vorlauf des Vorbereitungsdienstes eingeschlossen, also insgesamt Beobachtungszeiträume von sechs bis acht Jahren).

Das heißt also: es sollen mittels eines qualitativen Untersuchungsansatzes die je individuellen, subjektiven, rekonstruierend-selbstreflexiven Vorstellungen über die Formate, die Inhalte und die Entwicklung der je eigenen Unterrichtsbilder, der eigenen subjektiven Theorien (vom Lehrersein und) vom (guten) Unterricht erforscht werden; dabei gilt besonderes Augenmerk der Frage, durch welche Bedingungen und Faktoren diese subjektiven Theorien beeinflusst worden sind bzw. wie die jeweiligen Subjekte diesen Einfluss sehen und bewerten.

Für das Sample der inzwischen acht jungen Lehrerinnen und Lehrer liegen eine ganze Reihe von Interviews (unterschiedlicher Formen: eher geschlossene, eher offene sowie Gruppendiskussionen), daneben Protokolle über Unterricht bzw. Videoaufzeichnungen von Unterricht vor; weitere Interviews werden noch geführt werden, weiterer Unterricht soll dokumentiert werden. Zentrales Auswertungsverfahren wird neben anderen vor allem die dokumentarischen Methode (Bohnsack u.a.) sein.

Ergebnisse der Studie könnten sein: (unterschiedliche) Profile von Wegen hin zum „professionellen Selbst“, Aufschlüsse über Gelingens- und Behinderungsbedingungen erfolgreicher Wege hin zu diesem Ziel, Hinweise für Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung und deren Institutionen, wie diese Wege adressatenorientiert begleitet werden können / sollten, Hinweise (und Ermutigung) für diese Institutionen, dass und wie man diese Begleitung forschend in den Blick nehmen kann.

 

Die Folien, die zwei Vorträgen im Herbst 2007 in Speyer und Siegen zugrunde lagen, finden Sie hier: vortrag

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